Wort zur Warnung

Das folgende 'Wort zur Warnung' stammt aus dem Buch 'Weltenesche - Eschenwelten' von Voenix (www.voenix.de). Auch wenn dieses Buch sich mit den Karten des 'Germanischen Götterorakel' und nicht mit Tarot beschäftigt, finde ich diesen Abschnitt auch für die Arbeit mit Tarotkarten sehr wichtig.

Hier der Originaltext aus dem Buch; mit freundlicher Genehmigung des Autors:


Noch ein Wort zur Warnung!

An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, daß die Beschäftigung mit dem Okkulten und den Tiefenkräften des Unterbewußtseins stets ihren Preis verlangt und niemals unterschätzt werden sollte. Einige der auftretenden Karten verkörpern alte heidnische Kräfte und seelische Inhalte, deren Begegnung eine gewisse Reife und Festigkeit der eigenen Identität voraussetzen. Sie sind zum Teil noch urwüchsig, archaisch und kraftvoll und wurden nicht umsonst lange Zeit "verteufelt". Aber sie sind auch Inspiration, Wissen, Wonne und die reine Lust am Leben, dessen unendliche Vielfältigkeit sie in allen Höhen und Tiefen widerspiegeln. Wer dieses Orakel gebrauchen will, muß darauf vorbereitet sein, daß ihm beispielsweise plötzlich der gierige Fenrirwolf entgegenblickt, dessen alte Atavismen unter Umständen innere Bilder auszulösen vermögen, deren Bewältigung dem seelisch Labilen nicht immer leicht fallen. Demjenigen sei angeraten, sich zunächst in die Welt der Mythen zu vertiefen und sich mit deren Grundzügen vertrauter zu machen, bevor er deren Mechanismen zur Erforschung der eigenen Ich-Struktur in dieser Form des Orakels gebrauchen möchte.

© Voenix, 1999